Das Team Management Profil (TMP) und die Team Management Profil Teamrollen – kurz erklärt
Manchmal läuft es im Team wie geschmiert. Alle wissen, was zu tun ist, wer welche Aufgabe übernimmt, und das Ergebnis stimmt. Und dann gibt es Tage, an denen man sich fragt: Warum reden wir eigentlich aneinander vorbei? Warum bleibt das Eine ewig liegen, während beim Anderen immer Feuer unterm Dach ist?
Die Antwort steckt oft nicht in fehlendem Engagement oder mangelnden Fähigkeiten, sondern in unterschiedlichen Arbeitspräferenzen. Das Team Management Profil (TMP) von Charles Margerison und Dick McCann macht diese Unterschiede sichtbar, kommunizierbar und nutzbar.
Das TMP gehört weltweit zu den am häufigsten eingesetzten Instrumenten für Team- und Personalentwicklung.
Es basiert auf einem wissenschaftlich fundierten psychometrischen Fragebogen mit 60 Fragen. Der Fragebogen erfasst vier Dimensionen:
- wie jemand mit anderen umgeht (extrovertiert vs. introvertiert)
- wie Informationen beschafft und genutzt werden (praktisch vs. kreativ)
- wie Entscheidungen getroffen werden (analytisch vs. überzeugungsbasiert) und
- wie man sich und andere organisiert (strukturiert vs. flexibel).
Aus diesen vier Skalen ergibt sich eine Hauptrolle auf dem Team Management Rad nach Margerison-McCann, hinzu kommen zwei verwandte Rollen.
Team Management Profil Teamrollen
Das Rad kennt acht Teamrollen: Beraten, Innovieren, Promoten, Entwickeln, Organisieren, Umsetzen, Überwachen und Stabilisieren.
Alle acht sind für den langfristigen Erfolg eines Teams notwendig.
Entscheidend für den langfristigen Teamerfolg ist das Verbinden dieser unterschiedlichen Präferenzen. Dafür ist das Modell der Linking Skills der entscheidende Erfolgsfaktor. Teamentwicklung ist kein einmaliges Event. Teamentwicklung ist jeden Tag.
Mehr Informationen zu den Team Management Profil Teamrollen hier.
TMP und Big Five – brauche ich beides?
TMP und Big Five – brauche ich beides? Immer wieder taucht in Unternehmen die Frage auf: Wir nutzen bereits das TMP – macht es Sinn, zusätzlich ein Big-Five-basiertes Instrument einzusetzen?
Kurze Antwort: Nein.
Die vier Arbeitspräferenz-Skalen des TMP korrelieren direkt mit vier der fünf Big-Five-Dimensionen:
- Extraversion → Beziehungen (extrovertiert – introvertiert)
- Offenheit für Erfahrungen → Information (praktisch – kreativ)
- Verträglichkeit → Entscheidungen (analytisch – überzeugungsbasiert)
- Gewissenhaftigkeit → Organisation (strukturiert – flexibel)
Die fünfte Big-Five-Skala – Neurotizismus – fehlt im TMP bewusst: Im Business-Kontext ist sie wenig akzeptiert. Im TMS-System bildet sie das Opportunity Orientation Profile ab – auf Deutsch: Chancen-Risiken-Orientierung. Das TMP übersetzt die vier relevanten Persönlichkeitsdimensionen konsequent und wertschätzend in den Arbeitsalltag – ergänzt durch das Linking-Konzept als zentrales Führungsprinzip.
In einer Beitragsreihe stellen wir alle acht Rollen des Team Management Rades vor – nah am Alltag, aus der Ich-Perspektive und mit fiktiven Namen.
Im nächsten Blogartikel:
Sara, die informierte Beraterin. 
