Was ist das Team Management Profil – in drei Sätzen
Das TMP ist eines der weltweit am häufigsten eingesetzten Instrumente für Team- und Personalentwicklung. Es basiert auf 60 Fragen und misst vier Dimensionen der Arbeitspräferenzen: Beziehungen, Information, Entscheidungen und Organisation. Daraus ergibt sich eine Hauptrolle auf dem Team Management Rad nach Margerison-McCann – einer von acht Teamrollen, die zusammen ein abbilden.
Und die Linking Skills?
Im Zentrum des Rades stehen die Linking Skills – das Verbinden. Sie beschreiben, wie unterschiedliche Arbeitsstile aktiv zusammengeführt werden: u.a. durch Kommunikation, klare Rollenverteilung und bewusste Führung. Teamentwicklung heißt, die Linking Skills ein- und umzusetzen.
Diese Reihe
In den folgenden Beiträgen stellen wir alle acht Rollen vor – nah am Alltag, aus der Ich-Perspektive, mit fiktiven Namen. Und mit einem Perspektivwechsel: Wie erleben die Kolleginnen und Kollegen diese Rolle von außen? Erkennst du jemanden? Vielleicht dich selbst
Heute: Nina| TMS-Teamrolle: unterstützender Stabilisator
Laut auf den Tisch hauen oder mit neuen Ideen glänzen ist weniger meine Präferenz. Dafür bin ich die, auf die sich alle verlassen können. Ich halte die Werte unseres Teams hoch, sorge dafür, dass wir unsere Vereinbarungen einhalten, und bin da, wenn jemand Unterstützung braucht. Mir sind Prinzipien und Standards wichtig – nicht aus Sturheit, sondern weil ich glaube, dass Verlässlichkeit das Fundament guter Zusammenarbeit ist. Wenn wir vereinbaren, wie wir miteinander und mit unseren Kundinnen und Kunden arbeiten, dann halte ich mich daran. Das schafft Vertrauen. Und Vertrauen ist mehr wert als jede neue Methode.
Im Team bin ich der ruhende Pol. Wenn es turbulent wird, wenn Mia Druck macht und Stefanie gleichzeitig drei neue Ideen in den Raum wirft, bleibe ich ruhig und behalte den Überblick. Ich erinnere das Team daran, warum wir hier sind und was uns stark macht.
Was mich herausfordert:
Wenn oft etwas geändert wird, bevor ich verstanden habe, warum. Zu viel Wandel in zu kurzer Zeit verunsichert mich. Ich brauche Kontinuität, um meine Stärken voll entfalten zu können. Gebt mir Stabilität – und ich gebe euch Verlässlichkeit zurück.
Perspektivwechsel: So erleben wir Nina im Team
Nina redet in ihrer Rolle als unterstützender Stabilisator nicht viel in großen Runden. Aber wenn sie etwas sagt, hört man hin. Sie ist diejenige, die sich an das erinnert, was wir vor drei Monaten gemeinsam vereinbart haben – und die freundlich, aber bestimmt darauf hinweist, wenn wir dabei sind, das stillschweigend zu übergehen. Das ist manchmal unbequem. Und meistens genau richtig. Wenn Jonas wieder ein neues Tool einführen will oder Stefanie das Prozess-Setup grundlegend umbauen möchte, ist Nina die Stimme, die fragt: Was gewinnen wir dabei – und was verlieren wir? Sie bremst nicht aus Angst vor Veränderung, sondern weil sie weiß, wie viel Energie es kostet, wenn das Team ständig neu kalibrieren muss. Diese Perspektive schützt uns oft vor gut gemeinten, aber schlecht getimten Veränderungen.
Ohne Nina würde im Team vieles driften. Meetings würden später anfangen, Vereinbarungen würden schneller in Vergessenheit geraten, und der Zusammenhalt in schwierigen Phasen wäre fragil. Sie ist der Anker.
Es geht nicht um richtig oder falsch: Alle 8 Teamrollen sind wesentlich für den Erfolg des Teams.
Im nächsten Blogartikel:
Sara, die informierte Beraterin. 
