Was ist das Team Management Profil – in drei Sätzen
Das TMP ist eines der weltweit am häufigsten eingesetzten Instrumente für Team- und Personalentwicklung. Es basiert auf 60 Fragen und misst vier Dimensionen der Arbeitspräferenzen: Beziehungen, Information, Entscheidungen und Organisation. Daraus ergibt sich eine Hauptrolle auf dem Team Management Rad nach Margerison-McCann – einer von acht Teamrollen, die zusammen ein abbilden.
Und die Linking Skills?
Im Zentrum des Rades stehen die Linking Skills – das Verbinden. Sie beschreiben, wie unterschiedliche Arbeitsstile aktiv zusammengeführt werden: u.a. durch Kommunikation, klare Rollenverteilung und bewusste Führung. Teamentwicklung heißt, die Linking Skills ein- und umzusetzen.
Diese Reihe
In den folgenden Beiträgen stellen wir alle acht Rollen vor – nah am Alltag, aus der Ich-Perspektive, mit fiktiven Namen. Und mit einem Perspektivwechsel: Wie erleben die Kolleginnen und Kollegen diese Rolle von außen? Erkennst du jemanden? Vielleicht dich selbst?
Heute: Max | TMS-Teamrolle: systematischer Umsetzer
Ich bin jemand, der anpackt. Wenn ein Plan steht, setze ich ihn um – konsequent, zuverlässig und bis zum Ende. Ich mag klare Strukturen und feste Abläufe. Wenn alle wissen, wer was bis wann erledigt, läuft der Laden rund. Und genau dafür sorge ich. Routineaufgaben schrecken mich nicht. Im Gegenteil: Wenn ich weiß, was zu tun ist, kann ich mich voll darauf konzentrieren und wirklich gute Ergebnisse liefern. Ich erledige Aufgaben so, dass die Normen stimmen und die Qualität passt. Dafür brauche ich nicht ständig Applaus – gleichzeitig schätze ich es, wenn Zuverlässigkeit und Engagement auch gesehen und geschätzt werden.
Ich bin als systematischer Umsetzer gerne unter Leuten und rede gerne mit dem Team. Manchmal gehe ich einfach durch das Büro, um zu hören, was gerade los ist. Ich will wissen, was vor sich geht, und nicht erst beim nächsten Meeting davon erfahren. Gleichzeitig erwarte ich, dass wir uns an das halten, was wir gemeinsam beschlossen haben. Verbindlichkeit und Loyalität sind mir sehr wichtig.
Was mich manchmal nervt:
Wenn wieder eine neue Idee von Jonas reinkommt, bevor die letzte Sache überhaupt abgeschlossen ist. Oder wenn Stefanie drei neue Projekte startet, während das alte noch läuft. Ich sage dann klar: Ideen sind wichtig – und gleichzeitig zählt am Ende, was fertig ist. Und das ist mein Beitrag zum Team.
Perspektivwechsel: So erleben wir Max im Team
Wenn Max sagt, er macht das – dann macht er das. Pünktlich, vollständig und in der vereinbarten Qualität. In einem Team, in dem Jonas Ideen streut und Stefanie Projekte startet, ist Max derjenige, der am Ende die Dinge tatsächlich fertigstellt. Das ist mehr wert, als es im Tagesgeschäft oft wirkt.
Was manchmal zu Spannung führt:
Max erwartet Verbindlichkeit – und das von allen. Wenn Absprachen nicht eingehalten werden, Prioritäten sich ständig verschieben oder Meetings ohne klares Ergebnis enden, verliert er sichtbar die Geduld. Dann kann er direkt werden, manchmal kantiger als beabsichtigt. Dahinter steckt kein böser Wille – nur der aufrichtige Wunsch, dass Verlässlichkeit für alle gilt, nicht nur für ihn. Ohne Max würden viele Projekte halbfertig enden. Er ist der Taktgeber im Hintergrund – nicht laut, gleichzeitig unverzichtbar. Wenn er sich für etwas einsetzt, kann man sicher sein: Es wird zu Ende gebracht.
Es geht nicht um richtig oder falsch: Alle 8 Teamrollen sind wesentlich für den Erfolg des Teams.
Im nächsten Blogartikel:
Lena, die kontrollierende Überwacherin. 
